2020

„Sprechende Steine – Ur- und frühgeschichtliche Gesellschaften Zentralasiens im Spiegel ihrer Felszeichnungen“

Einblicke in frühe, schriftlose Kulturen bietet die Ausstellung „Sprechende Steine – Ur- und frühgeschichtliche Gesellschaften Zentralasiens im Spiegel ihrer Felszeichnungen“ an der Universität Göttingen. Sie zeigt Fotografien von Felsbildern, Höhlenmalereien und Skulpturen aus Zentralasien. 
Dr. Reckel hat die Aufnahmen während vieler Reisen durch die Mongolei, Kirgisien und Kasachstan gemacht, wo sich besonders viele Felszeichnungen finden. Diese sogenannten Petroglyphen wurden mit Stein- oder später mit Metallwerkzeugen in glatte Steinoberflächen geritzt. Einige werden in die Steinzeit datiert, die meisten Petroglyphen entstanden jedoch in der Bronze- und Eisenzeit. Sie zeigen Menschen, Jagdwild oder Karren, aber auch Ritualtänze, Schamanen und Sonnengötter. Neben den Felszeichnungen sind auch bronzezeitliche Hirschsteine zu sehen, Stelen mit menschenähnlichen Zügen. Andere Steinfiguren geben Einblick in alttürkische Kulturen der Mongolei.

30. Januar bis 20. März 2020 im KWZ.



2018

Kalmücken – ein mongolisches Volk in Europa

Seit über 200 Jahren erforscht die Georg-August-Universität Göttingen die Sprache und Kultur der Kalmücken. Bereits im 18. Jahrhundert kamen kalmückische Manuskripte, Drucke und ethnographische Objekte nach Göttingen. In der Ausstellung „Kalmücken – ein mongolisches Volk in Europa“ präsentierten wir  Objekte dieser einzigartigen Sammlung sowie aktuelle Zeugnisse der kalmückischen Kultur. Die Themen reichten von einer historischen Einordnung des Volkes über deren Begehrtheit als lebende Ausstellungsobjekte im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts sowie den persönlichen Bericht einer unter Stalin deportierten kalmückischen Familie bis hin zu Fotos des heutigen Lebens der Kalmücken. Die Ausstellung zeigte zudem, dass der Kontakt mit den Kalmücken den Auftakt der Mongolistik in Deutschland und an der Universität Göttingen darstellt.